Beim Bundesfinanzhof (BFH) ist derzeit ein Verfahren (Az.:VI R 18/19) anhängig, das die zumutbare Eigenbelastung für Krankheitskosten kippen könnte. Bislang sind Krankheitskosten nur jenseits der individuell zumutbaren Eigenbelastung steuerlich absetzbar.

In dem anhängigen Verfahren wird geprüft, ob Krankheitskosten, ohne eine zumutbare Eigenbelastung, schon ab dem ersten Euro berücksichtigt werden müssen. Deshalb sollten Steuerzahler alle Krankheitskosten geltend machen. Bei deren (teilweiser) Nichtanerkennung ist kein Einspruch gegen den Steuerbescheid erforderlich, denn dieser bleibt in diesem Punkt automatisch offen. Aber nur wenn die Krankheitskosten in der Steuererklärung vollständig geltend gemacht werden, lassen sich für den Fall einer Entscheidung für die Steuerzahler, die nachträgliche Anerkennung der steuerlichen Absetzbarkeit sämtlicher Krankheitskosten und entsprechende Steuererstattungen sichern.