Mitgliederversammlung am 19.03.2018

Als Verband stehen wir im Dienste unserer Mitglieder und vertreten Ihre Interessen nicht nur als  Berufsverband sondern auch ganz individuell. Über die Arbeit unserer Geschäftsstelle und des Vorstandes berichten wir auf der jährlichen Mitgliederversammlung und bieten Ihnen dort außerdem die Möglichkeit, sich mit Kollegen auszutauschen. In diesem Jahr fand die Mitgliederversammlung an einem geschichtsträchtigen Ort, dem Kloster Chorin statt.

In seinen Begrüßungsworten stellte der Vorstandsvorsitzende des CDH Nordost e.V., Peter Naß fest, dass viele Veränderungen und Neuerungen im digitalen Zeitalter in rasendem Tempo erfolgen. Der Vertrieb steht dadurch vor großen Herausforderungen. Denn nicht nur das Verhalten der Kunden ändert sich rasant, sondern es gilt auch, gesetzliche Anforderungen zum Datenschutz und zur Datensicherheit im Geschäftsbetrieb zu berücksichtigen. Deshalb stand die Mitgliederversammlung ganz im Zeichen der Digitalisierung und ihrer Folgen.

In ihrem Rechenschaftsbericht ging die Geschäftsführerin des Landesverbandes Nordost, Birgit Marson zunächst ausführlich auf den Koalitionsvertrag und seine Folgen für den Berufsstand des Handelsvertreters ein. Sie wies die Teilnehmer darauf hin, dass die Bundesregierung anstrebt, die soziale Absicherung von Selbstständigen durch eine obligatorische Altersvorsorgepflicht zu gestalten. Eine alternative Altersvorsorge der Selbstständigen soll insolvenz- und pfändungssicher sein, weshalb z.B. Immobilien und/oder Lebensversicherungen nicht genügen dürften. Der Verband macht es sich zur Aufgabe, die Entwicklungen zu beobachten, im Interesse unserer Mitglieder zu begleiten sowie darüber zu berichten. Zu diesem Thema ist eine Veranstaltung im November 2018 geplant.

Sodann berichtete Frau Marson über den Kampf zahlreicher Verbände, so auch des CDH, Mitglieder für sich zu gewinnen und zu halten. Der Verband und die Beitragsstruktur basieren auf dem Solidarprinzip. Dies erlaubt es dem Verband und der Geschäftsstelle, seine Expertise aufrechtzuerhalten und jedem Mitglied im Bedarfsfall die fachgerechte professionelle Dienstleistung anzubieten.

2017 konnte im Verband durch sparsames Wirtschaften ein ausgeglichener Haushalt erreicht werden. Sparsamkeit wird die Geschäftsstelle auch künftig walten lassen. Denn trotz großer Anstrengungen gingen die Mitgliederzahlen 2017 zurück. Eine Entwicklung, die sämtliche Landesverbände beobachten müssen. Deshalb ist eine der wichtigsten Aufgaben des Vorstandes und der Geschäftsführung die Sicherstellung der Finanzierung des Verbandes. In seinem Finanzbericht stellte Peter Naß sodann konkret die Ausgabensituation des Verbandes dar. Er berichtete außerdem, dass es Ziel des Vorstandes sei, durch ein stringentes Mahnwesen die finanzielle Basis des Verbandes zu sichern.

Sodann sprach Frau Marson an, dass die Gewinnung neuer Mitglieder ebenfalls wichtiges Ziel des Verbandes sei. Sie wies darauf hin, dass Mitglieder den Verband dabei aktiv unterstützen können, z.B. durch Weiterempfehlung der professionellen berufsspezifischen Rechtsberatung an Kollegen. Auch wäre es für Mitglieder möglich, durch ein Mitgliederporträt auf der Internetseite des Verbandes die Menschen hinter dem Verband vorzustellen und ihn auf diese Weise mitzugestalten.

Im weiteren Verlauf berichtete Frau Marson, dass die Zahl der bearbeiteten Fälle im Jahr 2017 im Vergleich zu den vorhergehenden Jahren zwar zurückgegangen ist, die Geschäftsstelle dies jedoch nicht spüren kann. Insbesondere außergerichtliche Verhandlungen werden zäher und somit langwieriger und umfangreicher.

Schließlich stellte Frau Marson fest, dass die Versuche des Verbandes, den Austausch zwischen Mitgliedern zu verstärken häufig scheitern. Auf der anderen Seite werden einige Veranstaltungen gut besucht, gleichzeitig müssen andere Veranstaltungen abgesagt werden.

Frau Antje Käsch berichtete über die Ordertrage. Seit vielen Jahren beobachtet sie einen Rückgang der Kundenbesuche und Aussteller. Diese Situation ist dem Internet und einer bequemen nachwachsenden Generation geschuldet. Einzelhandelsgeschäfte schließen, der Warenkauf findet im Internet statt.

Anschließend informierte Ulrike Pfeiffer die Teilnehmer über den Zweck und die Hintergründe der Datenschutz-Grundverordnung, die ab 25.05.2018 wirksam wird. Eine weitere Veranstaltung zu diesem Thema findet am 24.05.2018 in Berlin statt.

In Ihrem folgenden Vortrag erläuterte Alin Willer, Geschäftsführerin der CDH-Dachorganisation, welche Auswirkungen die Digitalisierung bereits auf den Vertrieb hat. Sie gab Empfehlungen, wie der Vertrieb die Digitalisierung für sich nutzen kann.

Abschließend stellte Matthias Schatz, Spezialist für Sach- und Gewerbeversicherungen bei der ERGO Beratung und Vertrieb AG die Risiken dar, die sich ganz  konkret aus der Digitalisierung ergeben können. Er ging dabei vor allem auf die Gefahren durch Hackerangriffe oder Diebstahl von Daten ein und erläuterte Möglichkeiten, sich vor finanziellen Gefahren zu schützen.

Den anschließenden Imbiss nutzten die Mitglieder intensiv zum Meinungsaustausch. Die interessanten Führungen durch das Kloster rundeten die Veranstaltung ab. Im Kloster ist sichtbar, dass Geschichte Wandel bedeutet. Nicht nur Bauten, sondern auch Menschen verändern sich und passen sich den Gegebenheiten der jeweiligen Zeit an.

2018-04-27T14:26:30+00:00 27.04.2018|